{"id":343,"date":"2017-01-16T14:56:06","date_gmt":"2017-01-16T13:56:06","guid":{"rendered":"http:\/\/holzverbindet.at\/?p=343"},"modified":"2017-11-17T07:43:03","modified_gmt":"2017-11-17T06:43:03","slug":"343","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/holzverbindet.at\/index.php\/2017\/01\/16\/343\/","title":{"rendered":"Holz \u2013 gut und gesund!"},"content":{"rendered":"<p>In unserem Alltag kommen wir tagt\u00e4glich direkt oder indirekt mit Holz in Ber\u00fchrung. Das beginnt beim Kochen, wenn die Speisen mit dem h\u00f6lzernen Kochl\u00f6ffel ger\u00fchrt werden, und endet f\u00fcr viele von uns zur Schlafenszeit, wenn sie sich in einem Bett aus Zirbenholz zur Nachtruhe legen. Allein aus diesen beiden Beispielen, lie\u00dfe sich eine Frage ableiten, wie gesund ist Holz? Seit Jahrhunderten und Jahrtausenden sind wir Menschen mit Holz und Wald in Ber\u00fchrung und haben uns wohlgef\u00fchlt. Also werden wir weiterhin Essst\u00e4bchen, Kleiderb\u00fcgel, Parf\u00fcms mit Sandelholz verwenden, Eis am Stil essen, mit Bleistift schreiben und zeichnen, Bretter stapeln und in Holzh\u00e4usern wohnen. Da gibt es Studien, wie jene von Prof. Max Moser an der MedUni Graz, die aufzeigen, dass sich Testpersonen innerhalb von Holzr\u00e4umen offensichtlich behaglicher f\u00fchlen als in R\u00e4umen in konventioneller Bauweise.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-350\" src=\"http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/holz.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/holz.jpg 450w, http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/holz-260x173.jpg 260w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p>Jedoch halten sich in der breiten \u00d6ffentlichkeit seit Jahrzehnten kaum auszumerzende Ger\u00fcchte \u00fcber die schlechte Vertr\u00e4glichkeit von Holz und Holzwerkstoffen f\u00fcr den menschlichen Organismus. Vor allem die Debatte um die Formaldehydemissionen von Holzprodukten. Vielleicht weil das beliebte Ikea-Regal &#8222;Billy&#8220; vor 19 Jahren wegen zu hoher Formaldehyd-Werte in die Kritik geriet. Damals war der zul\u00e4ssige H\u00f6chstwert \u00fcberschritten und ist l\u00e4ngst bereinigt, also Schnee von gestern. Heute liegen viele dieser Leime in Bezug auf ihre Formaldehydabgabe um einen Faktor zehn bis 100 unter dem von der WHO vorgegebenem Safelevel. Es gibt sogar Leime, deren Emissionen kaum \u00fcber jene von reinem Massivholz hinausgehen. Dabei produziert der Mensch selbst t\u00e4glich Unmengen von Formaldehyd. T\u00e4te er das nicht, w\u00fcrde er tot umfallen. Bis zu 50 Gramm pro Tag. Die maximal zul\u00e4ssige Formaldehydkonzentration in Innenr\u00e4umen bewegt sich hingegen im Mikrogrammbereich. Das ergibt sich aus der Chemie des Holzes, das unter normalen Einbaubedingungen praktisch nicht gesundheitssch\u00e4dlich sein kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-349\" src=\"http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/holz_wald.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/holz_wald.jpg 450w, http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/holz_wald-260x173.jpg 260w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p>Selbst wenn Menschen einer extrem hohen Konzentration an Holzemissionen ausgesetzt werden &#8211; wie in einer skandinavischen Studie &#8211; so zeigte sich, dass ein Teil der Emissionen eingeatmet wurde, aber das meiste davon auch wieder ausgeatmet. Und jener Teil, der tats\u00e4chlich im K\u00f6rper der Testpersonen verblieb, war innerhalb von f\u00fcnf Minuten wieder abgebaut.<\/p>\n<p>Und bevor wir uns noch weiter in die Chemie des Holzes, d.h. der Terpene und Terpenoide vertiefen und deren positive Auswirkung auf das menschliche Nervensystem oder die Atemwege herausstreichen, verweisen wir auf den Gastredner Dr. Karl Dobianer und seinen Vortrag \u00fcber Holz: gut und gesund!<br \/>\nAm 17. Feber um 9.45 Uhr bei der Holzverbindet-Tagung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_344\" aria-describedby=\"caption-attachment-344\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-344\" src=\"http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/dobianer_wilke.jpg\" width=\"450\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/dobianer_wilke.jpg 500w, http:\/\/holzverbindet.at\/wp-content\/uploads\/dobianer_wilke-260x173.jpg 260w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-344\" class=\"wp-caption-text\">Mag. Dr. Karl Dobianer, MAS, Spezialist im Bereich Toxikologie von Baustoffen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zur Person<\/p>\n<p>Karl Dobianer verk\u00f6rpert in sich, k\u00f6nnte man meinen, das humboldtsche Bildungsideal bezogen auf die Naturwissenschaften. Zu diesem Schluss kommt man, wenn man sich seinen beruflichen Werdegang anschaut. Nach der Matura studiert Dobianer zun\u00e4chst Biochemie, widmet sich also den chemischen Vorg\u00e4ngen in Lebewesen. Dann Doktoratstudium in Chemie an der Universit\u00e4t Wien. Und als Draufgabe einen Master in Toxikologie. Die &#8222;Science of Chemical Safety\u201c befasst sich mit den sch\u00e4dlichen Wirkungen chemischer Substanzen auf Mensch und Umwelt. Er absolvierte ein &#8218;Studien-Triumvirat&#8216; das wunderbar alles Wissen und Fragestellungen \u00fcber die chemische Tauglichkeit von Holz und Holzwerkstoffen als Baustoffe in Wohnr\u00e4umen in sich vereint. Mit seinem Technischen B\u00fcro f\u00fcr Chemie ist er in zahlreichen Studien involviert, wird zu Gutachtert\u00e4tigkeite herangezogen sowie als Referent f\u00fcr Schulungen und diverse Veranstaltungen.\u00a0Er selbst lebt in einem Holzhaus mit Holzheizung. Sein Motto lautet: Wo es geht, Holz verwenden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem Alltag kommen wir tagt\u00e4glich direkt oder indirekt mit Holz in Ber\u00fchrung. Das beginnt beim Kochen, wenn die Speisen mit dem h\u00f6lzernen Kochl\u00f6ffel ger\u00fchrt werden, und endet f\u00fcr viele von uns zur Schlafenszeit, wenn sie sich in einem Bett aus Zirbenholz zur Nachtruhe legen. 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