{"id":254,"date":"2016-11-14T09:57:02","date_gmt":"2016-11-14T08:57:02","guid":{"rendered":"http:\/\/holzverbindet.at\/?p=254"},"modified":"2017-11-17T07:37:51","modified_gmt":"2017-11-17T06:37:51","slug":"die-schweizer-und-ihr-holz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/holzverbindet.at\/index.php\/2016\/11\/14\/die-schweizer-und-ihr-holz\/","title":{"rendered":"Die Schweizer und ihr Holz"},"content":{"rendered":"<p><em>Nichts ist heiliger, nichts ist vorbildlicher als ein sch\u00f6ner starker Baum<\/em> schrieb Hermann Hesse in seiner &#8222;Wanderung&#8220; durch die W\u00e4lder des Tessin. Und weiter: <em>Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuh\u00f6ren wei\u00df, der erf\u00e4hrt die Wahrheit.<\/em> Wahr ist, dass ein Drittel der Schweizer Landesfl\u00e4che mit Wald bedeckt ist. Das sind rund 1,26 Mio. Hektar, auf welchen 535 Mio. B\u00e4ume stehen. Umgelegt auf die Schweizer Bev\u00f6lkerung hei\u00dft das, 66 B\u00e4ume pro EinwohnerIn, die auf einer Fl\u00e4che eines halben Fu\u00dfballfeldes stehen, also knapp 1.800 m<sup>2<\/sup>. Allerdings sehen die Besitzverh\u00e4ltnisse anders aus. Gemeinden, Organisationen und Privatpersonen teilen sich rund 95 % der Schweizer W\u00e4lder und lediglich 5 % sind in H\u00e4nden von Bund und Kantonen.<\/p>\n<p>Ein strenges Waldschutzgesetz sichert der Bev\u00f6lkerung den freien Zugang \u2013 auch in den Privatwald \u2013 und garantiert die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Von weitem besehen, bedeckt der Wald die Talflanken und H\u00fcgelr\u00fccken wie ein krauses Tierfell. Wo sich der Wald lichtet, erkennt man feuchte Stellen und T\u00fcmpel. Insekten, Amphibien und Pilze lieben diese Waldst\u00fccke. F\u00fcr gesch\u00e4tzte 25.000 Arten ist der Wald \u00fcberlebenswichtig, das sind 40 % der Artenvielfalt. Aber auch der Mensch ist auf diesen Lebensraum angewiesen. Imker stellen ihre Bienenk\u00e4sten in Lichtungen und am Waldsaum auf. Im Jahr schl\u00e4gt sich das mit rund 2.000 Tonnen Waldhonig zu Buche. Gemeinsam freuen sich auf den Herbst die Wild-Liebhaber und J\u00e4ger. Da beginnt die Jagdsaison und am Ende werden 2.000 Tonnen Wildbret in den K\u00fchlh\u00e4usern lagern. Aber auch Wanderer und Pilzesammler lieben den Wald, aus dem sie j\u00e4hrlich rund 250 Tonnen Speisepilze nach Hause tragen. Der wirtschaftliche Ertrag dieser drei Beispiele l\u00e4sst sich mit 78 Mio. Euro beziffern. Der volkswirtschaftliche Nutzwert ist jedoch um ein Vielfaches h\u00f6her. Allein 40 % des Schweizer Trinkwassers stammt aus dem Wald.<\/p>\n<p>Fast die H\u00e4lfte des Schweizer Waldes hat eine Schutzwirkung. Anders ausgedr\u00fcckt: \u00dcber 130.000 Geb\u00e4ude und tausende km Verkehrswege sch\u00fctzt der Wald vor Steinschlag, Lawinen u.a. Nicht zu vergessen die enorme Speicherwirkung der B\u00e4ume: 150 Mio. Tonnen Kohlenstoff sind im Schweizer Wald gebunden. Dieser leistet so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.<\/p>\n<p>Jedes Jahr wachsen in den Schweizer W\u00e4ldern 10 Mio. Kubikmeter Holz nach. W\u00fcrde man diese Menge auf dem Lienzer Fu\u00dfballfeld stapeln, erg\u00e4be das einen Turm mit \u00fcber 1.600 m H\u00f6he. Effektiv werden in der Schweiz aber nur rund 5 Mio. m<sup>3<\/sup> geerntet. Holz, das in erster Linie als Brenn- und Baustoff dient. Ein Drittel wird in Kaminen verfeuert, die H\u00e4lfte auf Baustellen verbaut.<\/p>\n<p>Ob Fensterrahmen, Tisch, Balkon, Terrasse, Wintergarten oder Br\u00fccke, Holz war nie so gefragt wie heute. Mehr als 80.000 Menschen sind in der gesamten Schweizer Holzwirtschaft besch\u00e4ftigt, Tendenz steigend. Das trifft auch auf Holz als Baustoff zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/R_idqnLiqsM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" gesture=\"media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/awkHQ0MS1rY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" gesture=\"media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nichts ist heiliger, nichts ist vorbildlicher als ein sch\u00f6ner starker Baum schrieb Hermann Hesse in seiner &#8222;Wanderung&#8220; durch die W\u00e4lder des Tessin. Und weiter: Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuh\u00f6ren wei\u00df, der erf\u00e4hrt die Wahrheit. Wahr ist, dass ein Drittel der Schweizer Landesfl\u00e4che mit Wald bedeckt ist. Das sind rund 1,26 Mio. 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